Whitepaper · Version 1.3 · April 2026
Horizont 2036
Ein Kollektiv für Deutschlands Zukunft.
Wie machen wir Deutschland bis 2036 zu einem lebenswerteren Land, in dem Gen Z, Gen Alpha und Gen Beta eine Zukunft für sich sehen?
1 Vision
Deutschland steht vor strukturellen Herausforderungen: Bürokratie, schleppende Digitalisierung, demografischer Wandel und schwindende Zuversicht bei den jüngeren Generationen. Horizont 2036 ist ein Kollektiv von etwa 15 jungen Köpfen, die das ändern wollen. Wir setzen nicht auf Massenproteste, sondern auf spezifische, präzise ausgewählte und effektive Projekte, die wir kollektiv anhand der Maßgabe bestimmen, was den größten Beitrag zu einer zukunftsfähigen und sozialen Gesellschaft leistet.
Unser Zieljahr 2036 markiert einen 10-Jahres-Horizont. Konkret genug, um Verantwortung zu übernehmen. Weit genug, um systemische Veränderungen anzustoßen.
Wir suchen zwei Arten von Menschen: Gestalter und Ermöglicher.
2 Zwei Wege, zur Mission beizutragen
| Kernmitglied | Supporter | |
|---|---|---|
| Rolle | Aktiver Gestalter im Kollektiv | Ermöglicher im erweiterten Netzwerk |
| Commitment | 4 Wochenenden / Jahr + Projektarbeit | Flexibel, anlassbezogen |
| Altersgruppe | Gen Z / Alpha / Beta (geb. ab 1997) | Keine Einschränkung |
| Kapazität | Max. 15 Personen | Unbegrenzt |
| Beitrag | Strategie, Projekte, Ausrichtung | Expertise, Netzwerk, Ressourcen, Mentoring |
| Absichtserklärung | Verbindlich | Optional |
3 Unsere Werte
Diese Werte gelten für Kernmitglieder und Supporter gleichermaßen.
Antrieb
Uns treibt die Möglichkeit an, ein modernes Deutschland zu schaffen, das Menschen begeistert, bestärkt und zum Mitmachen anspornt. Unsere Vision ist, Rahmenbedingungen für uns und kommende Generationen zu schaffen, die Deutschland als lebenswertes Land in einer zukunftsfähigen, starken EU erhalten. Konkret bedeutet das beispielsweise:
- eine funktionierende Infrastruktur aufzubauen
- Harmonie zwischen gesellschaftlichen Schichten zu stabilisieren
- Klima- und Umweltschutz möglich zu machen
- Menschen zu befähigen — sich zu bilden, an der Demokratie teilzunehmen, über sich selbst und die Gesellschaft zu bestimmen
- geldverschwenderischen Reibungsverlust im System auf das minimal nötige zu begrenzen
Wir glauben, es braucht einen vorwärts treibenden Ansatz, um sich den Problemen unserer Zeit zu stellen.
Form
Im öffentlichen Diskurs wird vor allem beschwert, Verhinderungslogik praktiziert und der Fokus auf Handlungsbarrieren gelegt. Selten werden diese Probleme konkret beschrieben — und noch seltener wird tatsächlich gehandelt.
Parteien sind oft nicht in der Lage, die skizzierten Probleme zu lösen: Zwischen Wahlkämpfen und inneren Querelen scheitern konkrete Konzepte, bevor sie im Ministerium landen.
Diese Probleme lösen wir. Wir sind dabei keine Partei und auch kein reiner Think Tank. Wir wollen klare Konzepte ausarbeiten und sichtbar in den politischen Raum tragen, um sie über handfeste Projekte umzusetzen.
Rahmen — Balance zwischen sozialem & liberalem Ansatz
Wir lehnen radikalen Individualismus à la Ayn Rand, wie er in den USA vermehrt die Überhand gewinnt, ab. Gleichzeitig distanzieren wir uns von kollektivistischen und naiv-utopischen Entwürfen, die individuelle Freiheit zugunsten einer vereinten ideologischen Gesamtvision abschaffen möchten.
Wir unterstützen das europäische Modell mit leistungsfähigen demokratischen Sozialstaaten, die Freiheit, Beteiligung und Innovation ermöglichen — und global-politisch als Gegengewicht zu autoritären Kräften stehen.
4 Struktur & Organisation
4.1 Aufbau
Plenum (6–15 Personen) — strategische Ausrichtung des Kollektivs als Ganzes.
Projektteams — Kernmitglieder leiten und gestalten die einzelnen Projekte. Jedes Projektteam wird von mindestens einem Kernmitglied verantwortet und übernimmt drei Rollen:
- Strategische Ausrichtung — Inhaltliche Auswahl der Projekte
- Ambassador — Recruiting neuer Supporter und proaktiver Ausbau des Netzwerks (Outreach)
- Qualitätssicherung — Bewertung und Steuerung laufender Projekte
Supporter-Netzwerk (∞) — Ermöglicher im Hintergrund: stellen Expertise, Ressourcen und Netzwerk für die Projektteams bereit.
4.2 Rechtliche Form
Informell organisiert, keine Vereinsstruktur. Kernmitglieder unterzeichnen eine Absichtserklärung, die Werte, Commitment und Vertraulichkeit festlegt. Für geeignete Projekte streben wir unternehmerische oder geförderte Ausgründungen an.
5 Was wir von Kernmitgliedern erwarten
5.1 Aufgaben
| Aufgabe | Umfang |
|---|---|
| 4 Wochenenden / Jahr | Quartalstreffen (Präsenz, Kreativ- & Strategiesessions) |
| Projektarbeit | Aktive Mitarbeit in mind. einem Projektteam — Leitung oder Mitwirkung |
| Treffen | Vor- und Nachbereitung jedes Treffens |
| Ambassador | Aktiver Netzwerkaufbau, Pflege und Verfügbarkeit |
| Strategische Bewertung | In Vorbereitung laufender Quartalstreffen |
5.2 Gewünschte Spezialisierungen
- Politik & Parteien
- PR · Journalismus · öffentliche Kommunikation
- Social Media · Influencer · Personal Brand
- Wirtschaft · Organisation · Projektmanagement · Leadership
- Psychologie · Wirtschaftspsychologie · Soziologie
- Legal · Recht
- Erfahrung in Verwaltungs- und Demokratieprozessen
5.3 Aufnahmeprozess
Persönliche Gespräche mit dem Gründungsteam oder bestehenden Mitgliedern. Kriterien:
- Geteilte Werte und echte Passion für die Mission
- Relevantes Skillset mit Beitragspotenzial
- Bereitschaft zum definierten Commitment
- Chemie mit bestehendem Team
- Alter: Gen Z, Gen Alpha oder Gen Beta (geboren ab ca. 1997)
6 Was wir von Supportern erwarten
6.1 Mögliche Beiträge
| Bereich | Art des Beitrags |
|---|---|
| Expertise | Fachliches Sparring, Beratung bei Projekten |
| Netzwerk | Türen öffnen, Kontakte vermitteln |
| Ressourcen | Räume, Tools, Finanzierung für Projekte |
| Mentoring | Erfahrung teilen, junge Köpfe begleiten |
| Sichtbarkeit | Reichweite und Glaubwürdigkeit verleihen |
6.2 Kein Mindesteinsatz
Supporter entscheiden selbst, wann und wie sie beitragen. Wir melden uns bei konkreten Projekten, die zum Profil passen.
6.3 Keine Altersbeschränkung
Das Supporter-Netzwerk ist generationenübergreifend. Erfahrung und Perspektive von außerhalb unserer Generationen sind ausdrücklich willkommen.
7 Arbeitsweise & Output
7.1 Proaktiv Lösungen realisieren
Kein festes Format. Jedes Projekt wird evaluiert: Löst es ein echtes Problem? Ist der Impact messbar? Projekte können Kampagnen, Policy Papers, Events, Medienpräsenz oder Gründungen sein — jeweils der beste Weg zur Umsetzung wird gewählt.
7.2 Erste Projektideen
Ideenimpulse, keine fertigen Entscheidungen. Wir sammeln zunächst Probleme, Lösungsansätze und Umsetzungswege — und entscheiden gemeinsam beim Kickoff.
Für die ersten Projekte setzen wir bewusst auf Quick Fixes: Maßnahmen mit Zeithorizont von 1–2 Jahren, die spürbar und konkret die Lebensrealität unserer Generation verbessern, bevor wir uns an komplexere systemische Vorhaben wagen.
- Windräder — Genehmigungszeit reduzieren
- Arbeitserlaubnis als Opt-out für Geflüchtete
- Duale Ladefunktion als E-Auto-Standard
- Entbürokratisierung durch GovTech — digitales Bürgeramt
- Plattform für Staatsfeedback — bürgergeführtes Request-for-Startup-Portal
- Transparenzschaffung in Verwaltungsprozessen
- Digitalisierung der Wahlen (Vorbild Estland)
8 Finanzierung
Das Kollektiv selbst operiert ohne festes Budget, um Einflussnahme durch Investoren zu begrenzen.
Projektspezifische Finanzierung durch:
- Fördermittel (je nach Projektart)
- Externe Investoren für unternehmerische Projekte
- Spenden für gemeinnützige Initiativen
- Eigenleistung der Mitglieder
- Unterstützung durch Supporter
9 Nächste Schritte
Für Kernmitglieder
- Gespräch mit dem Gründungsteam
- Gegenseitiges Kennenlernen im Kernteam
- Teilnahme am digitalen Kickoff — 26.06., 16:00 Uhr
- Unterzeichnung der Absichtserklärung
- Erstes Quartalstreffen in Person — 30. + 31.05., ganztägig
- Definition des ersten Projekts
Für Supporter
- Kurze Abstimmung — Text oder Call
- Aufnahme ins Netzwerk
- Wir melden uns bei passenden Projekten